Wildschutzgebiete

Das Wildschutzgebiet wird durch entsprechende Hinweistafeln ausgewiesen, auf denen die zeitliche Beschränkung und die Geschäftszahl des Bescheides der Behörde erkennbar sein müssen. Beim Feststellungsverfahren werden die örtlichen touristischen und alpinen Vereine angehört und das Wildschutzgebiet wird dann in der Regel von den dort lebenden Menschen mitgetragen und respektiert. Die Jägerschaft ist sich bewusst, dass diese von der Behörde festgesetzte Maßnahme alleine nicht den gewünschten Erfolg bringen kann. Unter dem Motto "Aufklären statt Aussperren" soll versucht werden, Erholungssuchenden jene Informationen zu geben, die sie benötigen, um ihre Verantwortung gegenüber der Natur und ihren Bewohnern besser wahrnehmen zu können.

Es gibt schon eine Reihe von guten Beispielen, wie in Oppenberg (Modell wurde in Zusammenarbeit mit dem Alpenverein erarbeitet), Tauplitz oder auch im Raum Gesäuse, wo mehrere verschiedene Naturnutzer gemeinsam Wege zum Wohle des Wildes gefunden haben. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft hat im Herbst 1999 eine Studie über die bundesweite Verteilung von Wildschutzgebieten in Auftrag gegeben. In der Steiermark gibt es derzeit 205 Wildschutzgebiete. Die Entwicklung stagniert seit einigen Jahren und ist bei freien Rotwildfütterungen wegen Auflösung von Fütterungen sogar rückläufig. Die Gesamtfläche der Wildschutzgebiete in der Steiermark beträgt 0,77 % der Waldfläche. Anders gesagt auf rund 99 % der Fläche werden touristische Aktivi-täten nicht von dieser Maßnahme beeinflusst. Selbstverständlich verzichtet die Jägerschaft auf die Ausübung der Jagd in den Wild-schutzgebieten.

Ziel der Jägerschaft ist es, die erholungssuchende Öffentlichkeit soweit aufzuklären , dass sie in unserer schon fast grenzenlos genutzten Welt auf eine kleine Fläche verzichtet, damit sich kommende Generationen genauso am Anblick von Wildtieren erfreuen können.

 

Pressesprecher / Kontakt

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